Die Vorgeschichte: Unser Standort Wir sind eine junge Abteilung des Sportclubs Charlottenburg (SCC). Unser Training findet an historischem Ort statt: in der Krummen Straße. Die Schwimmbad-Geschichte Charlottenburgs beginnt hier - fast hundert Jahre früher als die unserer Schwimmabteilung - im Jahr 1898. Damals erhält die Gemeinde Charlottenburgs ihr Schwimm- und Reinigungsbad: 38 Badewannen, 23 Brausezellen und die geräumige Schwimmhalle. |
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Die Krumme Straße um die Jahrhundertwende
Aus: C.M. Peuser und M. Peuser: Charlottenburg in königlicher und kaiserlicher Zeit
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Die Alte Halle um die Jahrhundertwende
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„Städtische Volksbadeanstalt Charlottenburg“ heißt damals das neue Gebäude in der Krumme Straße. Die Bevölkerung der Stadt ist in den Jahren zuvor sprunghaft gewachsen. Weil zu dieser Zeit nur wenige Berliner zuhause über fließendes Wasser verfügen, werden die öffentlichen Bäder gebaut. Die private Hygiene soll verbessert werden - an der Spitze dieser Bewegung steht der Hautarzt Oskar Lassar. Heute gilt die Charlottenburger Halle als das älteste erhaltene Schwimmbad von Berlin.
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Bis vor kurzem war hier die letzte "Reinigungsanstalt" der Hauptstadt in Betrieb. Es gab also noch Tickets für die öffentlichen Einzel-Badewannen und Brausebäder (Duschen). So frisch und sauber wie heute ging es im Hause allerdings lange Zeit nicht zu. Bis ins Jahr 1907 wurde das große Schwimmbecken mit Brunnenwasser gefüllt. Bräunlich war es, denn eine Filteranlage oder frisches Leitungswasser war zu teuer. Die Chronisten berichten: „Vier bis sechs Mal pro Woche musste das Wasser damals ausgetauscht und das Becken umständlich mit heißem Wasser und Kaliseife geschrubbt werden.“ (Der Tagesspiegel, 4.5.2006)
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Die Alte Halle heute
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Historischer Fassadenschmuck an der Alten Halle
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„Duschen ist gut,
Baden ist besser,
das Beste aber ist...
...Schwimmen.“
(Motto „Deutscher Verein für die Gesundheitspflege“)
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Heute steht neben der „Alten Halle“ die „Neue Halle“. Hier finden das Training und unsere eigenen Wettkämpfe statt. Die Bahnlänge ist 2x25m. Es gibt ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und eine Sprunganlage. Auch andere Charlottenburger Schwimmvereine wie der CSV oder die Nixen trainieren hier. Wir pflegen die Zusammenarbeit und laden uns gegenseitig zu Wettkämpfen ein. Das Vereinsbüro der SCC-Schwimmabteilung hat nebenan, im historischen Gebäude von 1898, seinen Sitz.
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Die Neue Halle
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Unser Verein
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Die Geschichte unseres Hauptvereins beginnt vier Jahre nach dem Bau der Alten Halle. Im Spätsommer 1902 sind einige junge Männer begeisterte Zuschauer des „Barlaufspiels“ am Halensee. Ein Einkriege-Spiel für Erwachsene. Drei Wochen später, am 15. September des selben Jahres wird in Eckmanns Tanzinstitut - einer Charlottenburger Kneipe – der Sportclub Charlottenburg gegründet. Gründungsväter sind der Tambourmajor des Jünglingsverein Trinitatis, Paul Martin, und 15 seiner Freunde.
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Bald expandiert der SCC und gründet für die verschiedensten Sportarten seine einzelnen „Abteilungen“. Heute reicht die Angebotspalette von „American Football“ bis „Volleyball“. (Mehr)
Bis jedoch unsere Schwimmabteilung entsteht, werden viele Jahrzehnte in das Land gehen. Sie ist eines der jüngsten SCC-„Kinder“. Aber auch wir verdanken unsere Existenz dem Einsatz und dem Enthusiasmus einzelner Sportler und Vereinsmitglieder.
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Die Gründung der Schwimmabteilung
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Im Jahr 1974 wird eine nüchterne Mitteilung veröffentlicht. Das Präsidium des SCC erklärt in einer seiner Publikationen:
"SCC-Schwimmabteilung gegründet!"
Das ist unsere eigentliche Geburtsstunde: Dreizehn Gründermütter und -väter heben in einem Raum des Charlottenburger Mommsenstadion die Abteilung aus der Taufe. Wenige Monate später, im Oktober des selben Jahres, beginnt das Training.
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Die ersten Jahre
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Die ersten Jahre stehen unter dem Motto: „Aufbau und erste Erfolge“. Am 6. April 1975 erhält die SCC-Schwimmabteilung die Verbandsrechte des Berliner Schwimmverbandes. Für uns ist das ein wichtiges Datum. Nun sind wir berechtigt, als Verein an Schwimmveranstaltungen des Berliner und des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) teilzunehmen. Unsere Wettkampfschwimmerinnen und -schwimmer sind über den Deutschen Schwimmverband zentral erfasst. Der Tipp für Wettkämpfer-Eltern: jede Bestzeit Ihres Kindes ist hier online abrufbar. (Und natürlich auch die der anderen Favoriten...)
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Der erste Start
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Viele junge Gesichter werden nun kommen. Schwimmen lernen, trainieren, antreten. Mancher wird bis heute Vereinsmitglied bleiben. Und mancher von ihnen wird unter der SCC-Badekappe Medaillen holen.
Auftakt unserer Wettkampfgeschichte ist das Jahr 1975. Beim landesoffenen Schwimmfest des SC Delphins springen zum ersten Mal Schwimmer für den SCC-Charlottenburg vom Startblock. Sieben Aktive gehen elfmal an den Start.
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Das erste Trainingslager
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Kein Erfolg ohne konsequentes Training. Im Sommer 1976 fahren die SCC-Schwimmer das erste Mal zum Intensivtraining außerhalb Berlins. Noch steht die Berliner Mauer. Über die Transitautobahn gelangen die Aktiven nach Furth im Wald. Zwei Wochen lang haben die Kinder und Jugendlichen Spaß beim Training im Bayerischen Wald.
Schon nach wenigen Jahren ist die Abteilung deutlich gewachsen. Fast 300 Schwimmer sind 1977 Mitglied unserer Abteilung
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Die ersten Titel
1978 erringt die Schwimmerin Alexandra Hemp als erste SCC-lerin einen Berliner Meistertitel: Sie ist die schnellste Berlinerin über 100m Brust. Bei den Herren siegt im gleichen Jahr Markus Fricke über 100m und 200m Brust.
Bisher gewannen unsere Wettkämfer 28 Berliner Meistertitel. Dazu zählen u.a. die Geschwister Antje und Sven Kaufmann, die alleine sieben Titel gewinnen konnten. Bei den Norddeutschen Meisterschaften gab es im Verlauf der Abteilungsgeschichte eine Silbermedaille und drei Bronzemedaillen für Volker Kielow.
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Volker Kielow
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Sven Kaufmann
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Seit 1989 nehmen SCC-ler auch an den Deutschen Meisterschaften teil. Sven Kaufmann kann sich im Jahr 1989 als erstes Mitglied unserer Abteilung für diese Titelkämpfe qualifizieren.
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Neben den Jugendlichen klettern in unserer Vereinsgeschichte immer wieder Erwachsene auf den Startblock. Und manches Mal auch auf das Siegertreppchen.
Besonders bei den SCC-Clubmeisterschaften treten seit Jahren auch die Eltern gegeneinander an. Einmal im Jahr Spaß statt Spitzenleistungen - besonders für ihre verschnaufenden Wettkampfkinder am Beckenrand. Aber seit 1993 ist der SCC auch häufiger bei den Deutschen Masters Meisterschaften am Start.
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Günter Schwarz, Wolfgang Sommer, Günther Bernstein (v.l.n.r.)
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Wegbegleiter
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Klaus-Jürgen Kaufmann, Ingrid Rohrbeck und Eva Kaufmann (v.l.n.r.)
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Viele Sportler und ehrenamtliche Vereinsmitglieder haben unsere Geschichte geprägt.
Nicht zuletzt unsere Abteilungsvorstände seit 1975: Michael Löber, Karl-Heinz Briese, Horst Böhlendorf, Manfred Leschak, Roswitha Stieger, Eva Kaufmann und Volker Kielow.
Stellvertretend für die vielen anderen SCC-Gesichter erinnern wir hier an zwei.
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Rudi Drescher
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Rudi Drescher kam 1960 aus Halle ins damalige Westberlin und schloss sich dem SCC an. Der begeisterte Hockeyspieler wurde erst Trainer der Damen und dann Sportwart der Hockey-Abteilung. Seine Kontakte und sein Organisationstalent stellte er aber bald auch in den Dienst anderer. Er war einer der Mitbegründer unserer Schwimmabteilung.
Nicht zuletzt seinem ehrenamtlichen Engagement haben wir zu verdanken, dass wir bis heute in der Krummen Straße trainieren können. Seine Begeisterung für den Sport ließ ihn nie los.
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Rudi Drescher im Juli 1987
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Viele Wochenenden verbrachte er bei den Wettkämpfen seiner Schwimmabteilung. 1991 verstarb er im Alter von 81 Jahren.
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Seit 1992 ehren wir sein Andenken mit einem Kinder- und Jugendschwimmfest: dem Rudi-Drescher-Gedächtnis-Schwimmen.
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Gertrud Müller
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Ein Berliner Original und lange Jahre unsere älteste Schwimmerin: Gertrud Müller. Schon in den zwanziger Jahren war sie der SCC-Leichtathletikabteilung beigetreten.
Legendär ihre traditionellen Abschiedsworte nach jedem Seniorentraining: "Tschüss, ich red' nicht mehr mit Euch!".
Mit ihrem Leierkasten begleitete sie die Abteilung auch auf manchen Reisen. Sie wurde 91 Jahre alt.
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Schwarze Zeiten
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Nicht immer ist die Schwimmabteilung vom Glück verfolgt. 1982 brennt es in der Neuen Halle. Immer wieder kommt es zu Schließungen. Die Folge: Mitglieder treten aus. Ende des Jahres 1982 ist ihre Zahl auf einem Tiefstand angelangt.
Immer wieder in unserer Vereinsgeschichte gibt es Ärger mit der 25-Meter Trennwand: Schließungen und Trainingsausfälle frustrieren unsere Schwimmer.
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Von den 90ern bis heute
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Antje Kaufmann
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1996 gelingt Antje Kaufmann bei den Deutschen Meisterschaften ihr größter Erfolg: Ein 5. Platz über 100m Brust.
Monika Böhlendorff, Jochen Delaunay, Antje Kaufmann, Sven Kaufmann und Volker Kielow nehmen in den folgenden Jahren an den Europa- Weltmeisterschaften der Masters teil.
Mit ihnen geht der SCC seit Ende der 90er Jahre u.a. in Innsbruck, München, Palma de Mallorca und Stockholm an den Start.
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Heute nimmt die SCC-Schwimmabteilung pro Jahr an ca. zwölf Veranstaltungen teil. In Berlin und - seit dem Mauerfall - auch im Umland.
Höhepunkt ist neben der traditionellen Clubmeisterschaft die Wettkampffahrt in die Lutherstadt Wittenberg im Sommer.
Unseren Schwimmern gelingt es dabei immer wieder Akzente zu setzen und Medaillen und Pokale zu gewinnen.
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Kampfrichter Pascal Fenske und Melanie Meyer
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Seit der Jahrtausendwende gehören unserer Abteilung durchschnittlich 240 Mitglieder an.
Dreimal in der Woche ist in der Neuen Halle Trainingstag des SCC: Montag, Mittwoch und Freitag.
Während der Sommermonate bieten wir einen eingeschränkten Sommertrainingsbetrieb im Freibad Olympiastadion an.
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Aber auch der Zusammenhalt untereinander ist uns wichtig. Die Trainer und andere ehrenamtliche Helfer, wie Sabine Schliwa und Margit Sommerfeld, unterstützen dies aktiv mit vielen Angeboten.
Unsere Freizeitaktivitäten stiften Freundschaften unter den Sportlern, stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vereinseltern und machen Spaß. So stärken sie den fast unbemerkt auch Mannschaftsgeist unserer Wettkämpfer.
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Monika Sommerfeld und Sabine Schliwa
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Marianne Haager in Aktion
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Marianne Haager ist Trainerin und unsere Jugendwartin. Mit Engagement und Durchsetzungsvermögen trommelt sie die Unterstützer-Teams zusammen. Sie sorgt für den reibungslosen Ablauf der Oster- und Weihnachtsfeiern und für die Wettkampforganisation.
Außerdem wirbt sie unermüdlich ehrenamtliche Helfer für den Berlin-Marathon des Muttervereins SCC an.
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Wir sind ein junger Verein: ca. 180 unserer Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Sie lernen bei uns die ersten Züge im Wasser.
Sie entdecken den Spaß am Schwimmen. Und wer in die Wettkampfgruppen aufgenommen wird, kann seine Fortschritte regelmäßig mit den Sportlern anderer Berliner und Deutscher Schwimmvereinen messen. Wir sind davon überzeugt:
Wer sich um den Nachwuchs kümmert, der hat nicht nur Geschichte, der hat auch Zukunft.
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